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4. Juli 2022

Im Einsatz für bezahlbaren Wohnraum

Familienheim treibt in Pforzheim und dem Enzkreis viele Neubauprojekte voran

PFORZHEIMER ZEITUNG | NUMMER 139 | Veröffentlicht: 19.06.2022

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Pforzheim. Inflation, Materialknappheit, Fachkräftemangel, Förderstopp, Ukraine-Krieg: Wohnungsbauunternehmen haben es derzeit nicht leicht – erst recht nicht, wenn sie am Gemeinwohl orientiert sind. Die Baugenossenschaft Familienheim versucht, "auch in diesem schwierigen Umfeld für bezahlbaren Wohnraum zu stehen".

So hat es Vorstandschef Dirk Mees bei der Vertreterversammlung am Samstagnachmittag formuliert. Zugleich unterstrich er, dass auch die Familienheim mit Preissteigerungen und Lieferengpässen zu kämpfen hat, seit kurzem auch mit den Energiepreisen, deren derart starker Anstieg so nicht absehbar gewesen sei. Mees zählte weitere Herausforderungen auf, etwa die Suche nach Handwerkern wegen des Fachkräftemangels oder Klimaneutralität und Dekarbonisierung.

"Dem stellen wir uns und versuchen, mit nachhaltigen Baustoffen zu arbeiten", sagte Mees. Der unerwartete, schnelle Stopp der KfW-55-Neubau-Förderung habe die Familienheim "stark getroffen". Man sei schockiert gewesen, wie schnell die Politik ein über Jahre bewährtes Programm beendet habe.

Doch die Familienheim hatte Glück und es geschafft, noch rechtzeitig einige Wohnungen auf diese Weise gefördert zu bekommen. Eine weitere Herausforderung sieht er in der starken Inflation, die "große Unsicherheit" auslöse. Mit Blick auf Corona rechnet er nicht damit, dass es im Herbst auf den Baustellen zu größeren Einschränkungen kommen wird.

Etliche ehrgeizige Projekte

Wie dort der aktuelle Stand ist, berichtete Paul Fotler. Der technische Vorstand beleuchtete viele Neubauprojekte, etwa das Mehrfamilienhaus an der Postwiesenstraße, in dem alle 36 Wohnungen bezogen sind. Binnen zweier Wochen waren die Wohnungen im Gebäude vermietet, das die Familienheim an der Eisinger Straße in Stein baute. Mit Ausnahme der Fassadenarbeiten ist dort alles erledigt.

Davon ist man in der Rembrandtstraße noch ein bisschen entfernt: Der Aushub ist erfolgt, jetzt starten die Entwässerungsarbeiten. 2025 soll alles fertig sein. In Niefern-Öschelbronn baut die Familienheim an zwei Stellen: An der Uhlandstraße steht bereits das Haus, in das eine Kinderkrippe integriert wurde. An der Eutinger Straße will man im nächsten Monat beginnen.

Am Mädachäckerweg in Hohenwart ist der Rohbau soweit fertig, für die Gesellstraße dauert das Bebauungsplanverfahren inzwischen fünf Jahre. Auch am Reible in Kieselbronn ist man laut Fotler "schon sehr lange dran". Dort sollen zwei Wohnblöcke und die alte Heizzentrale abgerissen werden, damit 80 Wohnungen und ein komplett energieautarkes Gebäude entstehen können.

Für ein Vorhaben in Pfinztal will man in den nächsten zwei Monaten den Bauantrag einreichen. Fotler stellte Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen vor, für die die Familienheim 2021 satte 6,9 Millionen Euro ausgegeben hat. Das Jahresergebnis von 1,1 Millionen Euro ermöglicht eine Stärkung des Eigenkapitals und die Ausschüttung einer Dividende von vier Prozent.

Im Aufsichtsrat wurden Werner Burckhart, Eva Abraham und Manfred Rudolph wiedergewählt. Joachim Grunwald zog sich nach 39 Jahren im Dienst der Familienheim zurück. Er erhielt die silberne Ehrennadel des Verbands baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Sein Nachfolger ist Wolfgang Kribl.

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